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Informationen für ein gesundes Leben.
Gesunder Lebensstil zahlt sich aus: Normalgewicht, der Verzicht auf Nikotin und mindestens dreieinhalb Stunden körperliche Betätigung wöchentlich vermindern das Risiko, chronisch krank zu werden, um 78 Prozent. Dies hat das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in der europäischen EPIC-Langzeitstudie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) zu Krebs und Ernährung im Jahr 2009 festgestellt. Dennoch steigt weltweit die Zahl krankhaft übergewichtiger Menschen. In Deutschland sind 60 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen übergewichtig, so das Statistische Bundesamt. Quelle: TÜV Rheinland. Köln, Januar 2011.
Sporternährung: Besser keine Bananen im Marathon ... Infos hier
Sport als Antidepressivum: so wirksam wie Medikamente (pdf)
Quelle: HH-Ärzteblatt vom Sept. 2010
Nationale Verzehrsstudie II aus 2008 beweist es erneut: Vitaminmangel existiert in Deutschland
Quelle: Deutsche
Gesellschaft für Nährstoffmedizin und Prävention (DGNP) e. V.
Die Nationale Verzehrsstudie II (2008) hat untersucht, wie sich die Menschen in Deutschland ernähren und wie sich ihr Ernährungsverhalten auswirkt. Für Deutschland werden somit repräsentative Daten zum aktuellen und üblichen Verzehr an Lebensmitteln aufgezeigt und der Ernährungsstatus der Bevölkerung wird abgebildet.
Das Max Rubner-Bundesforschungsinstitut MRI (früher: Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel) führte im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die NVS II durch. Zwischen November 2005 und Januar 2007 wurden bundesweit fast 20.000 deutschsprachige Personen zwischen 14 und 80 Jahren, die in Privathaushalten leben, zu ihrem Lebensmittelverzehr befragt.
Ausgewählte Ergebnisse der NVS II:
Das alarmierende Ergebnis der NVS II
zur Versorgung mit Vitaminen:
• Deutlich unter den empfohlenen Werten liegt die Aufnahme von Vitamin D und Folsäure. 79 % der befragten Männer und 86 % der Frauen unterschreiten die Empfehlung für die Folsäure-Aufnahme.
• Auch bleibt die tägliche Aufnahme von Vitamin C bei einem Drittel aller Männer und Frauen unter dem Referenzwert. Den am schlechtesten Versorgten fehlen circa 50-60 mg Vitamin C.
• In der Altersgruppe vom 19.-80. LJ. erreichen nur circa 50 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung für Vitamin E. Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen circa 7,5 mg Vitamin E, den Frauen fehlen entsprechend circa 4 mg.
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Achtung: Vitamin-Mangel vor und während der Schwangerschaft
Gesundheitliche Bedeutung der Folsäurezufuhr
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 23 vom 04.06.2004,
Zusammenfassung:
Der Grossteil der Bevölkerung erreicht mit der üblichen Ernaehrungsweise nicht die zur Gesundheitsprävention empfohlene Zufuhr von Folsäure.
Eine angemessene Folatversorgung in der Frühschwangerschaft kann die Häufigkeit angeborener Neuralrohrdefekte (Inzidenz circa 1,5/1 000 Schwangerschaften) um etwa 70 bis 75 Prozent senken, in etwa gleichem Masse werden auch Schwangerschaftsabbrüche aufgrund pränatal erkannter Neuralrohrdefekte vermindert.
Tatsächlich erhalten aber nur wenige Frauen im gebärfähigen Alter eine wirksame perikonzeptionelle Folatzufuhr (perikonzeptionell = vor und während der Befruchtung). Eine Folat-Supplementierung (Einnahme von Folsäure-Tabletten) erst nach Eintritt der Schwangerschaft, zum Beispiel aufgrund einer Tablettenempfehlung bei der ärztlichen Schwangerschaftsberatung, ist für eine effektive Prävention meist zu spät.
Deshalb ist auch in Deutschland die gezielte Folsäureanreicherung von Grundnahrungsmitteln (beispielsweise Mehl, Salz), wie sie in anderen Ländern bereits praktiziert wird, dringend wünschenswert. Eine solche breitenwirksame Verbesserung der Folsatversorgung lässt weitere gesundheitspräventive Effekte für die Allgemeinbevölkerung erwarten, insbesondere auch eine Senkung der Morbidität und Mortalität durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
PRAXIS-TIP: Machen Sie den Vitamin-Check.
Lassen Sie Ihren Folsäure-Wert und andere wichtige Vitamine und Mikronährstoffe im Blut messen und sich von einem Ernährungsmediziner individuell beraten. Das Wichtigste ist die Gesundheit !
Folsäure-Supplementierung
Chance zur Verminderung von Fehlbildungen bei Neugeborenen
Angeborene Fehlbildungen des Neuralrohrs oder des Herzens sind die häufigste Todesursache bei Säuglingen. Meistens sind sie die Folge einer Folsäure-Unterversorgung der Frauen während der Schwangerschaft. Die so genannten Neuralrohrdefekte sind vor allem als "offener Rücken", "Wasserkopf" sowie Lippen- und Kieferfehlbildungen bekannt. Da das Neuralrohr sich bereits in den ersten 22 bis 28 Tagen der Schwangerschaft bildet, entstehen derartige Fehlbildungen zu einer Zeit, in der die meisten Schwangerschaften noch unbemerkt sind. Der Beginn der Folsäuresubstitution in Form von Tabletten zur Verhütung von Neuralrohrdefekten ist daher oftmals zu spät.
Folsäure liegt unter natürlichen Umständen nur in sehr geringen Mengen in Lebensmitteln vor und die Zufuhrempfehlungen von täglich 400 µg bzw. 800 µg für Schwangere ist über die Ernährung allein nur schwer zu erreichen.
Deshalb raten Ärzte und Ernährungswissenschaftler dringend allen Frauen mit Kinderwunsch bereits vor Beginn einer möglichen Schwangerschaft trotz ausgewogener Ernährung Folsäure in Form von Tabletten zu ergänzen.
Nach Aussagen des Instituts für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE), München sind jedoch nur 5 % der Frauen in Deutschland in den entscheidenden ersten Tagen der Schwangerschaft zufrieden stellend mit Folsäure versorgt. Eine flächendeckende Chance zur Prävention der Fehlbildungen kann nach Ansicht der Wissenschaftler in Zukunft die Anreicherung von Grundnahrungsmitteln sein. Die Gefahr einer Überdosierung ist entgegen aller Skepsis bislang unbegründet, da unerwünschte Wirkungen selbst bei hohen Dosen nicht beobachtet worden sind. Die Anreicherung von Mehl verbessert bevölkerungsweit die Folsäureversorgung und führt damit zu einer erheblichen Verringerung von Neuralrohrdefekten Neugeborener, Länder, wie beispielsweise die USA, Kanada, Ungarn und Chile haben es vorgemacht. Tatsächlich ist es dort gelungen die Häufigkeit von Neuralrohrdefekten seit der Einführung von folsäureangereichertem Mehl um bis zu 60 % zu senken.
Wenn die Folsäure-Versorgung in Deutschland weiterhin schlecht bleibt, stellt der Weg der Anreicherung von Lebensmitteln auch für Deutschland eine Alternative dar, um im Sinne der Neugeborenen für einen größeren Teil der Frauen frühzeitig eine ausreichende Versorgung mit Folsäure zu gewährleisten.
Fragen Sie Ihren Arzt / Ernährungsberater nach dem Vitamin-Bluttest und einem geeigneten Folsäure-/Vitamin-Präparat.
Die größte aller Torheiten ist, seine Gesundheit aufzuopfern, für was es auch sei." Arthur Schopenhauer (1788-1860, dt. Philosoph)
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